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Tech-Trends 2023

Berichte über die Entlassung von Angestellten bei Technologiekonzernen machen die Runde. Einige Beobachter befürchten eine Krise in der Branche. Doch auch 2023 werden Technologien wie Cloud Computing oder das Metaverse auf dem Vormarsch sein.

Februar 2023 - Das zurückliegende Jahr war kein wirklich gutes Jahr für den Technologiemarkt in den USA. Der Nasdaq 100, wichtiges Stimmungsbarometer für Tech-Aktien an der US-Börse, verlor rund 30 Prozent. Das ist kein Rekordverlust, da gab es schon schlimmere Jahre – erinnert sei nur an den scharfen Rückgang im Jahr 2000, damals belief sich das Minus auf etwa 40 Prozent –, aber eben auch deutlich bessere. Die Technologieunternehmen befinden sich irgendwo zwischen Konsolidierung und Krise, sagen Branchenbeobachter. Sie verweisen dabei unter anderem auf den Jobabbau bei vielen Tech-Konzernen. Doch gegen eine grössere Krise, so sagen sie auch, spricht schlichtweg die Tatsache, dass die Welt vor enormen Herausforderungen steht, die ohne Technologie nicht gemeistert werden können. Egal ob in Sachen Kommunikation, Datenverkehr, Umwelt etc. – ohne Technologie wird es nicht gehen.

Metaverse – das Internet der Zukunft
Für das neue Jahr sehen Experten zum Beispiel Fortschritte bei der Entwicklung des Metaverse. Das Metaverse ist das Internet der Zukunft, sagen Beobachter. Es lässt die Grenzen zwischen der physischen und der digitalen Welt, der tatsächlichen und der virtuellen Realität verschwimmen. Oder, wie der Gründer von Facebook Mark Zuckerberg sagt: „Das Metaverse ist ein verkörpertes Internet, bei dem man mittendrin ist und es nicht nur anschaut.“ Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner werden 25 Prozent der Menschen bis 2026 mindestens eine Stunde pro Tag im Metaverse verbringen. Ausserdem werden laut der Studie mehr als 40 Prozent der grossen Unternehmen weltweit das Metaverse dazu nutzen, ihre Umsätze zu steigern. Es wird also nicht nur eine Plattform für Geselligkeit, Einkaufen und Unterhaltung sein, sondern auch die Unternehmenswelt verändern. Das Metaversum bietet die Möglichkeit, im virtuellen Raum realitätsnah von verschiedenen Orten aus zusammenzuarbeiten. Medizinalgerätehersteller haben zudem damit begonnen, auf virtueller Realität basierende Systeme zur Rehabilitation von Patienten zu entwickeln. Und Banken, wie die Schweizer Sygnum, eröffnen „Filialen“ im Metaverse. Schätzungen von Bloomberg zufolge könnte im vergangenen Jahr ein weltweiter Umsatz mit Produkten für das Metaverse von knapp 700 Milliarden Dollar erzielt worden sein, gegenüber 500 Milliarden im Jahr 2020. Für 2024 rechnen die Analysten dann schon mit 800 Milliarden Dollar. Zu den bekannteren börsennotierten Metaversunternehmen zählen Alphabet, Meta Platforms (ehemals Facebook), Snap, Roblox, Unity Software, Nvidia und Microsoft.

Schnell, schneller, 5G
Ein weiteres Thema, das uns 2023 im Technologiebereich beschäftigen wird, ist 5G. Auch wenn 5G bereits seit Jahren ein mediales Thema ist und viele Smartphones inzwischen über den Standard verfügen, die breite industrielle Einführung steht noch aus. Insbesondere für die Unternehmenswelt bedeutet 5G ein Meilenstein. Mit Spitzendatenraten von bis zu 20 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) wird 5G die verarbeitende Industrie revolutionieren. Hersteller aus der Automobilbranche setzen auf 5G-Netze für die Internet-der-Dinge-Anwendungen (IoT) in ihren Produktionsstätten. Das volle Potenzial von 5G wird sich zwar erst innerhalb der nächsten zehn Jahre offenbaren, doch bereits 2023, so die Meinung in der Branche, kann mit spannenden Anwendungen gerechnet werden. Noch ein Hinweis: Mittelweile gibt es sogar Vorbereitungen für 6G, das ab etwa 2030 verfügbar sein soll. Auf Unternehmensseite gibt es natürlich nicht „die“ 5G-Gewinner. 5G ist eine Breitentechnologie, von der nahezu alle Unternehmen profitieren können. Manchmal wird aber in Zusammenhang von 5G auf die Anzahl der damit verbundenen Patente beziehungsweise Patentfamilien verwiesen. Und hier haben Samsung Electronics, Nokia und LG Electronics die Nase vorn. Auf Schweizer Seite wird in Zusammenhang mit 5G oft auch auf Swisscom verwiesen. Der Telekommunikationskonzern bietet über 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung eine Abdeckung mit 5G.

Milliardenumsätze mit Haushaltsrobotern
Noch arbeiten sie eher unscheinbar, aber sie sind schon längst angekommen, leben quasi an unserer Seite, Roboter für den Haushalt. Am bekanntesten ist wohl der Staubsaugroboter, der täglich Millionen von Haushalten von Schmutz und Staub befreit. Doch das ist wohl nur der Anfang. Nahezu alle grossen Tech-Konzernen arbeiten an der breiten Einführungen von Haushaltsrobotern, die nicht nur staubsaugen, sondern auch durchaus feinfühligere Arbeiten vollbringen wie Geschirr waschen, Wäsche sortieren und einräumen, ja sogar das Auto polieren und den Rasen mähen – und das alles mehr oder weniger in Eigenverantwortung. Nach vielem Ausprobieren und Tüfteleien, im Jahr 2023 könnten die Haushaltsroboter deutlich sichtbarer werden. Insgesamt, so prognostiziert die International Federation of Robotics (IFR) könnten 2023 etwa zehn Milliarden Dollar mit dem Verkauf von Haushaltsrobotern umgesetzt werden.
Etablierte Haushaltsgerätehersteller wie Kärcher, Vorwerk und Dyson sind in den Markt schon längst eingestiegen. Eine technologische Führungsrolle im Bereich Haushaltsroboter will Samsung Electronics übernehmen. Der koreanische Konzern hat mit „Bot Handy“ einen vollmobilen Roboter entwickelt, der beispielsweise in der Lage sein soll, eine Spülmaschine ein- und auszuräumen. Richtig verrückt wird es aber mit dem US-Roboterhersteller Boston Dynamics, der 2021 von Hyundai übernommen wurde. Boston Dynamics baut humanoide Roboter, die über einen Parkour rennen können und schon längst die Ansprüche an einen Haushaltroboter hinter sich gelassen haben. Aber auch Amazon.com, der Konzern hat 2022 iRobot übernommen, und Tesla haben schon Prototypen von Haushaltsrobotern vorgestellt.

20 Prozent mehr für Public Clouds
Schon in den zurückliegenden Jahren war Cloud Computing ein Thema, also die Bereitstellung von gehosteten Diensten über das Internet. 2023 könnte aber das Jahr werden, in dem Unternehmen zum ersten Mal die Vorteile der Verteilung ihrer Dienste auf mehrere Cloud-Anbieter erkennen. Ein Multi-Cloud-Ansatz erhöht die Sicherheit und Flexibilität. Laut der englischen Organisation SafeBettingSites könnten die weltweiten Ausgaben für Public Clouds im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um über 20 Prozent auf knapp 500 Milliarden Dollar steigen.
Auch in der Schweiz ist Cloud Computing ein Thema. Die Studie „2022 ISG Provider Lens Public Cloud“ vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen ISG zeigt zum Beispiel, dass nur fünf Prozent aller Unternehmen in der Schweiz noch keine Cloud-Services nutzen. Dabei setzen die Unternehmen zunehmend auf Infrastructure-as-a-Service-Angebote (IaaS) und Platform-as-a-Service-Dienste (PaaS). Wie im weltweiten Trend wollen sie damit ihre Flexibilität und Sicherheit erhöhen.
Auch Cloud Computing ist eine Breitentechnologie, von der viele Unternehmen profitieren können. Wenn man drei bekannte Cloud-Unternehmen dennoch nennen möchte, könnten das Salesforce.com, Trade Desk und Unity Software sein. Aber auch Konzerne wie Microsoft sind im Cloud-Geschäft unterwegs.

In den Nasdaq 100 investieren
Technologische Herausforderungen, wohin das Auge auch schaut. Angesichts des rasanten Fortschritts fällt es schwer, von einer wirklichen Krise der Branche zu sprechen. Oder, wie die bekannte US-Investorin Cathie Wood sagt: „Technologische Innovationen gewinnen in schwierigen Zeiten an Bedeutung, weil sie helfen, Probleme zu lösen.“ Ein breites Investment etwa über einen Technologieindex, zum Beispiel in den Nasdaq 100, der die wichtigsten Technologienunternehmen aus den USA enthält, könnte deshalb Sinn machen, gerade jetzt, nach einem so schlechten Jahr 2022.

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