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Ausblick auf 2024

Wie wird sich die Börse im neuen Jahr entwickeln? Die Unsicherheiten sind gross, doch Zinssenkungen könnten die Aktienkurse antreiben. Wer profitiert? MÄRKTE & ZERTIFIKATE focus wagt einen Ausblick.

Dezember 2023 - Der alljährliche Blick in die Glaskugel auf das neue Jahr – auch an der Börse hat er Tradition. Wie werden sich die Aktienmärkte 2024 entwickeln? Die ersten Prognosen, veröffentlicht von Banken und Analystenhäuser, fallen verhalten aus. Zwar trauen die Experten den Aktien grundsätzlich Potenzial zu, doch dieses soll im neuen Jahr eher überschaubar sein. Zu viele Unsicherheiten, zu viele Risiken, so der übereinstimmende Tenor der Experten.

Und ja, Unsicherheiten und Risiken gibt es. Man denke nur an die zahlreichen militärischen Auseinandersetzungen, an die unsichere Haushaltslage in einigen europäischen Ländern und auch in den USA, die immer noch grassierende Inflation und ein Zinsumfeld, das hier und da durchaus interessante Alternativen zum Aktienmarkt eröffnet, Fachkräftemangel und hohe Energiepreise – der Gefahrenmix für Wirtschaft und Börse ist gewaltig.
Andererseits, gerade weil die Unsicherheiten und Risiken scheinbar erdrückend sind, könnte 2024 ein gutes Börsenjahr werden. Nicht umsonst heisst es nämlich unter Anlageprofis: Je höher das Risiko, desto höher die Chancen.

Kipppunkt bei der Inflation
Chancen sehen Beobachter vor allem bei der Entwicklung der Inflation und der Zinsen. In der Schweiz lag die Inflation im November im Vergleich zum Vorjahr bei 1,4 Prozent und damit auf dem niedrigsten Wert seit zwei Jahren. Zur Erinnerung, noch im Februar 2023 waren es über drei Prozent Inflation. Ähnlich die Entwicklung im Nachbarland Deutschland. Im November fiel die Inflation dort auf 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021. In der Spitze litt Deutschland unter einer Verteuerung von über zehn Prozent. Wie in der Schweiz hat sich also auch im Nachbarland die Inflation erheblich abgeschwächt. Die Raten liegen zwar immer noch über den Zielkorridoren der Notenbanken, die eine Inflation von ein bis zwei Prozent anstreben, doch sie haben sich ihnen zumindest deutlich angenähert.

Die Rückgänge sind natürlich einerseits rein rechnerisch bedingt. Wenn etwas steigt, dann auf einem hohen Niveau verharrt, dann fallen die Zuwachsraten von Monat zu Monat automatisch. Doch hier ist mehr im Spiel. Die Preise verharren nicht nur, sie gehen wirklich zurück. In der Schweiz etwa kosten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im September im Schnitt noch knapp vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat, aber 0,5 Prozent weniger als im Vormonat. Der Rückgang ist noch nicht überdeutlich und auch nicht bei allen Warengruppen festzustellen, aber Experten sehen durchaus die Möglichkeit, dass ein Kipppunkt bei der Teuerung erreicht wurde.

Aktienmarkt hat Potenzial
Ein Kipppunkt, der sich 2024 vertiefen könnte. An der Börse dürfte das positiv aufgenommen werden, weil es nahelegt, dass es vorerst zu keiner weiteren Zinserhöhung durch die Notenbanken kommen wird. Ganz im Gegenteil, erste Zinssenkungen werden denkbar. Für die Aktien ist das gut, denn weitere Zinsanhebungen hätten durchaus zu grösseren Kapitalverschiebungen raus aus dem Aktienmarkt führen können. Nun dürfte hingegen eine Phase gleichbleibender Zinsen anstehen, und damit kann die Börse gut leben.
Allerdings kann damit noch keine Entwarnung für den Aktienmarkt gegeben werden. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Markt eine gewisse Zeit benötigt, um ein neues Zinsumfeld einzuarbeiten. Beispielhaft sei hier auf die Entwicklung in der zurückliegenden Staats- und Finanzschuldenkrise hingewiesen. Im Oktober 2008 begann die Schweizer Nationalbank mit der Senkung der Leitzinsen als Reaktion auf die Turbulenzen am Finanzmarkt, ausgelöst durch einen starken Einbruch der Immobilienpreise in den USA. Doch erst Anfang 2009 erreichte der SMI seinen Tiefpunkt, obwohl die SNB bis zu diesem Zeitpunkt die Zinsen mehrfach gesenkt hatte.

Wie es diesmal laufen könnte, ist natürlich ungewiss. Einige Marktteilnehmer setzen auch darauf, dass die Aktien ihren Tiefpunkt bereits gesehen haben. Der Anstieg der Kurse seit Oktober wird hierfür als Hinweis genommen. Andere werten die vorweihnachtliche Aufwärtsbewegung lediglich als eine Reaktion auf die Verluste seit Anfang 2022. Grundsätzlich stimmen aber beide Lager darin überein, dass der Markt im kommenden Jahr aufgrund fallender Zinsen Aufwärtspotenzial hat.

Als Profiteure einer möglichen Zinssenkungsphase im kommenden Jahr werden von Anlegern vor allem Technologiewerte gehandelt. Unternehmen wie etwa ABB und Logitech gelten an der Schweizer Börse als Favoriten. Aber auch Telekommunikationsunternehmen wie Swisscom können von einem fallenden Zinsumfeld gut profitieren. Da bei sinkenden Zinsen die Nachfrage nach grossen, häufig kreditfinanzierten Gütern steigt, profitieren auch die Luxusgüter- und die Transportbranche. Beobachter verweisen hier auf die SMI-Titel Richemont und Kuehne+Nagel als typische Branchenvertreter.

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