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Wer von der Zinswende profitiert

Weil die Zinsen steigen, ist der Aktienmarkt ins Wanken geraten. Doch es gibt auch Profiteure der Zinswende, zum Beispiel Banken und Versicherungen. Sie können sich über eine deutliche Verbesserung ihrer Ertragslage freuen.

März 2023 - Des einen Leid ist des anderen Freud. Das bekannte Sprichwort lässt sich gut auf viele Situationen anwenden, so auch auf die steigenden Zinsen. Während viele Technologieunternehmen unter steigenden Zinsen leiden, weil sie zum Beispiel zur Finanzierung ihres Geschäfts auf Fremdkapital angewiesen sind, dass sie sich nun zu schlechteren Konditionen leihen müssen, atmet man in der Finanzbranche auf. Die Zinswende kommt für Banken und Versicherungen einer lange ersehnten Erlösung gleich, weil es ihre Ertragslage wesentlich verbessert, sagen Experten. Wie stark der Zinseffekt die Gewinne der Finanzinstitute nach oben schraubt, sieht man etwa an den jüngst gemeldeten Ergebnissen der Union Bancaire Privée (UBP), die als eine der ersten Schweizer Banken ihre Zahlen für 2022 vorlegte. Das Zinsen-Nettoergebnis schnellte um 55 Prozent auf 320 Millionen Franken nach oben.

Zuversicht auf Rekordniveau
Dabei wirken die steigenden Zinsen gleichzeitig an mehreren Stellen auf die Banken und Versicherungen ein. So können die Finanzinstitute die Neuanlagen ihrer Kunden zu besseren Konditionen reinvestieren. Das ist gut für beide Seiten, für die Institute und die Kunden, da die aus den steigenden Zinsen resultierenden Gewinne aufgeteilt werden. Zusätzliche Einnahmen erwirtschaften die Banken vor allem aber auch beim Zinsdifferenzgeschäft, eine wichtige Ertragssäule vieler Finanzinstitute. Und, insbesondere die Versicherungsbranche kann ihr sogenanntes ökonomisches Kapital steigern, das sich aus dem Eigenkapital der Unternehmen und dem Barwert aller künftigen Gewinne zusammensetzt. Das ist einer der zentralen Gründe, warum die Aktien von Versicherern von steigenden Zinsen profitieren, sagen Branchenbeobachter.

Dass die steigenden Zinsen von der Finanzbranche mit Freude aufgenommen werden, zeigen auch aktuelle Umfragen. So hat die Beratungsfirma EY zum Jahresanfang Manager von knapp hundert Schweizer Banken befragt, wie sich das operative Geschäft ihres Instituts ihren Erwartungen nach entwickeln wird. Auf Sicht von mehreren Monaten gehen 98 Prozent der Manager von einer guten bis sehr guten Geschäftsentwicklung aus. Das ist ein Rekordwert, kommentiert EY das Umfrageergebnis.
Nur auf sehr kurze Sicht könnten die Zinssteigerungen zu Problemen führen, nämlich dann, wenn aufgrund des höheren Zinsniveaus die Wirtschaft allgemein zu sehr leidet und die Kreditausfälle zunehmen. Doch von einem solchen Szenario sind wir wohl noch ein gutes Stück entfernt. Die Wirtschaft wächst, auch wenn zuletzt die Prognosen zurückgenommen werden mussten.

Banken- und Versicherungsaktien übertrumpfen den Markt
Steigende Zinsen, die üblicherweise an der Börse mit Argwohn betrachtet werden, weil sie Konkurrenz für den Aktienmarkt bedeuten, haben den Papieren von Banken und Versicherungsgesellschaften in den zurückliegenden Wochen zu einem kräftigen Aufschwung verholfen. An der Börse konnten nahezu alle grossen Institute den Gesamtmarkt überflügeln. Die Aktien von Zurich Insurance, Swiss Life und UBS legten in den zurückliegenden zwölf Monaten um 20 Prozent und mehr zu, während sich etwa der SMI unter dem Strich nur seitwärts entwickeln konnte. Da die Finanzbranche aber nach Einschätzung vieler Experten erst am Anfang der Ertragswende steht, könnte sich die Outperformance fortsetzen.

Während in den zurückliegenden Monaten vor allem die Berichterstattung über die negativen Auswirkungen der Zinserhöhungen auf die Wirtschaft im Vordergrund stand, wird es nun Zeit, auf die positiven Effekte aufmerksam zu machen. Denn diese gibt es, auch zur Freude der Anleger, durchaus. Die deutlich verbesserte Ertragslage bei den Banken und Versicherungen gehört zweifelsohne dazu.

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