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Depotabsicherung

Die weltweiten Aktienmärkte haben sich in den vergangenen Jahren von Rekordstand zu Rekordstand nach oben gehangelt. Aber Aktienkurse steigen nicht nur, sie können selbstverständlich auch fallen, wie es beispielsweise jüngst in der «Coronakrise» geschehen ist. In diesem Fall waren die Kursverluste so erheblich, dass die Bezeichnung „Crash“ durchaus zutrifft. Anleger stehen dann vor der Frage, ob und wie sie ihre Aktienportfolios absichern können.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Aktienportfolio während einer Baisse vor Kursverlusten zu schützen. Die einfachste Variante wäre sicherlich, alle Positionen zu veräussern. Dies ist aber je nach Umfang des Portfolios mit hohen Transaktionskosten verbunden und wenig praktikabel, da die Positionen wieder aufgebaut werden müssen, will man zu einem späteren Zeitpunkt weiter am Markt partizipieren, was wiederum Transaktionskosten verursacht. Neben den Kosten gibt es weitere Gründe, weshalb Anleger es vorziehen, ihr Portfolio oder einzelne Aktien-Positionen gegen Kursverluste abzusichern anstatt diese zu verkaufen: so möchte ein Anleger beispielsweise sein Stimmrecht weiterhin ausüben oder nicht auf Dividenden verzichten.

Die folgenden Ausführungen zeigen anhand einfacher Beispiele zwei Möglichkeiten, ein Portfolio aus Schweizer Aktien im Wert von CHF 100'000 gegen Kurseinbrüche abzusichern. Ein Blick auf die Aktien im Portfolio legt nahe, dass es sich ähnlich entwickeln dürfte wie der Swiss Market Index («SMI»). Eine Absicherung kann allerdings immer nur näherungsweise vorgenommen werden, da sie mit Kosten verbunden ist und der Gleichlauf (Korrelation) zwischen Portfolio und Index in der Praxis kaum 100% entspricht.

Portfolio-Absicherung mit SMI Mini-Futures / Knock-Out Warrants in zwei Schritten

Durch eine Absicherung mit SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts wird das Portfolio sozusagen «eingefroren». Verluste auf dem Portfolio werden durch den Wertanstieg der SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts ausgeglichen.

1. Berechnung der benötigten Anzahl Mini-Futures / Knock-Out Warrants:
Die für die Absicherung benötigte Anzahl SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts lässt sich mit Hilfe der nachfolgenden Formel berechnen:

Anzahl SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts =
(Wert des Portfolios / aktueller Indexstand) x Bezugsverhältnis

(100'000 / 10'121.45) x 500 = 4'940

Für die Absicherung werden 4'940 SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts benötigt.

2. Auswahl des Produkts:
Es gilt zu beachten, dass SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts über ein Stop-Loss-Level verfügen. Wenn der SMI diese Kursmarke berührt, verfallen die Produkte und die Absicherung ist nicht mehr intakt. Je näher das Stop-Loss-Level am aktuellen SMI-Kurs notiert, desto günstiger ist der einzelne SMI Mini-Short / Knock-Out Put und damit die gesamte Absicherungsposition. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass die Absicherungsposition sehr schnell ausstoppt. Bei der Auswahl der für die Absicherung eingesetzten SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts sollte deshalb darauf geachtet werden, dass das Stop-Loss-Level genügend weit über dem aktuellen Stand des SMI liegt.

Durch den Kauf von 4'940 SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts ist das Portfolio so lange gegen Kurseinbrüche abgesichert bis die Absicherungsposition wieder verkauft wird oder der Kurs des SMI das Stop-Loss-Level erreicht und die SMI Mini-Shorts / Knock-Out Puts ausstoppen.

Weitere Absicherungsbeispiele finden Sie in unserer Mini-Futures Broschüre (ab Seite 19).

Portfolio-Absicherung mit SMI Warrants in zwei Schritten

Die Absicherung des Portfolios gegen fallende Kurse ist auch mit SMI Put Warrants möglich. Ihr Wert steigt überproportional, wenn der Kurs des SMI fällt. Der Inhaber eines Put Warrants erhält dann am Laufzeitende die Differenz zwischen dem höheren Strike (Ausübungspreis) und dem niedrigeren Kurs des SMI (unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses).
Notiert der SMI bei Laufzeitende eines SMI Put Warrants mit Strike bei 10'000 Punkten bei 8'000 Punkten, so lautet die Rechnung 10'000 - 8'000 = 2'000. Bei einem Bezugsverhältnis von 100 – erst mit 100 SMI Put Warrants würde man den ganzen SMI handeln – erhält ein Anleger 20 Franken pro SMI Put Warrant ausgezahlt.

1. Berechnung der benötigten Anzahl Warrants:
Die für die Absicherung benötigte Anzahl SMI Put Warrants kann mit nachfolgender Formel ermittelt werden:

Anzahl SMI Put Warrants =
(Wert des Portfolios / aktueller Indexstand) x Bezugsverhältnis

(100'000 / 10'121.45) x 100 = 988

Für die Absicherung werden 988 SMI Put Warrants benötigt.

2. Auswahl des Produkts:
SMI Put Warrants sind für verschiedene Strikes (Ausübungspreise) und Laufzeiten erhältlich. Bei der Auswahl der für die Absicherung eingesetzten SMI Put Warrants sollte darauf geachtet werden, dass der gewählte Strike nicht zu weit vom aktuellen SMI-Stand entfernt liegt und dass die Laufzeit des SMI Put Warrants mit dem gewünschten Absicherungshorizont übereinstimmt.
Die Absicherung mittels SMI Put Warrants gleicht dem Prinzip einer Versicherung. Der Kaufpreis für die SMI Put Warrants entspricht dabei einer Versicherungprämie. Bricht der SMI ein, wird die Versicherung beansprucht und man ist von Verlusten geschützt. Tritt kein Kurseinbruch ein und die Kurse steigen nach oben, wird die Versicherung nicht in Anspruch genommen.

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